John Lennons geheime Liebe
Von Harald Hauswald habe ich sehr viele Ausstellungen gesehen. Zum ersten Mal bin ich ihm Ende der Siebzigerjahre in der Kastanienalle 11 begegnet. Mein Schwager nahm mich nach einem feuchtfröhlichen Abend im Studentenklub der Humboldt-Uni zur Freundin von Hauswald mit. Als wir dort Schallplatten hörten, gesellte sich der damals noch unbekannte Fotograf dann dazu. Weitere persönliche Begegnungen ergaben sich in der Redaktion der DDR-Kirchenzeitung "die kirche", in der unter der Überschrift "Berliner Ansichten" in der zweiten Hälfte der Achtziger Bilder von uns veröffentlicht wurden. Und 2009 präsentierte Harald Hauswald spektakuläre Aufnahmen von Fußballfans des 1. FC Union und des BFC Dynamos beim Fußballfilmfestival 11mm im Kino Babylon. Meine dort gezeigten Fotos vom Fußball auf dem Lande interessierten ihn nicht.
Bildungsfernsehen!
Die Geschichte hat man mir in meiner Schulzeit nicht erklärt, oder habe ich geschlafen?
Ich fand eine alte Postkarte, die die Prenzlauer Fotografenmeisterin Edith Grametke ( 20.06.1908 - 11.11.1991 in Prenzlau) mit einer historischen Aufnahme der St. Marien Kirche Prenzlau vertrieb.
Diese Postkarte verleitete mich dazu, eine Doppel-Ansicht „alt - neu“ anzufertigen.
Ich machte eine aktuelle Fotografie dieser wunderschönen Prenzlauer Kirche. Dabei entfernte ich alle, die meiner Meinung nach einen Anblick störenden, Verkehrsschilder, Ampeln, Stromkabel, hässlichen modernen Blumenkästen u. a. Zudem setzte ich die umgebenden DDR-Neubauten grafisch in den Hintergrund, indem ich diese schwarz-weiß abbilde.
So hoffe ich, einen unverstellten, opimalen Blick auf das grandiose Gotteshaus in seiner prächtigen Backsteingotik zu eröffnen.
MEIN SELBSTTOR
Vor einigen Tagen traf ich einen alten Mannschaftskameraden. Die ersten Fragen drehten sich nicht um Krankheiten, die plagen, und Sorgen um die politischen Entwicklungen in Deutschland. Der ehemalige Mitspieler fragte sofort nach den Neuigkeiten um die Humboldt-Familie, unseren Fußballverein.Viele Worte über die aktuellen Tabellenstände unserer Teams verschwieg ich beschämt und bewusst. Für unsere schwarz und weißen Fahnen laufen auch nur noch Kleinfeldmannschaften der Übervierzig- und Übersechzigjährigen auf dem Kunstrasen in Hohenschönhausen auf. Ja, damals zu vermeintlich goldenen Zeiten, war das anders…Freudig erzählte ich ihm von unserer aktuellen Initiative. Der Stammtisch der ganz alten Humboldt-Kämpen, die sich seinerzeit selbst „Bunter Haufen“ betitelten, begann, eine Jahrhundertelf aufzustellen. Da wollte unsere Spielergeneration, also die Haudegen, welche in mindestens zehn Jahren und bei über einhundert Einsätzen für die erste Männermannschaft ihre Knochen hingehalten haben, nicht nachstehen. Der ehemalige Mitstreiter mutmaßte messerscharf: „Da finde ich wohl keine Berufung. Aber bist du denn unter den Auserwählten?“ Kurz ließ ich ihn überlegen. „Du bist bestimmt dabei. Und mit der eignen Einordnung als ewiger Selbsttorschütze willst du dich doch immer nur interessant machen. Aber an einen Treffer ins eigene Netz kann ich mich noch genau erinnern. Ich glaube, das war 1990 in einem Sommertrainingslager im brandenburgischen Klein Köris gegen eine Elf aus diesem Dorf. Wir führten nach 45 Minuten 3:0.Mit Beginn der zweiten Halbzeit des Vorbereitungsspiels schobst du die Lederkugel nach wenigen Minuten, an unserem verdutzt dreinschauenden Torsteher schnurstracks in die kurze Ecke unseres Kastens. Hier passt übrigens das Eigenschaftswort „humorlos“, das in Fußballkommentaren oft unpassend benutzt wird, endlich mal. Bis heute kann ich mir nicht erklären, welcher Teufel dich da geritten hat.“ Justament in diesem Augenblick tauchte die fast vergessene Geschichte wieder im Tal der Erinnerungen auf. Und vielleicht soll ich doch endlich diese Mär, welche im oft zitierten und verbrieften Humboldt-Legendenschatz beharrlich Niederschlag fand, aufklären. In der bedeutungslosen Auseinandersetzung stand nämlich gleich nach der Halbzeitpause ein junger Mann zwischen den Pfosten, der sich meinen Zorn zugezogen hatte. Die Forderung vor gefühlt jeder bevorstehenden Saison war, dass wir unsere Mannschaft verjüngen müssen. Das traf zuerst unseren bewährten Schlussmann und mich, wir waren deutlich ältere Akteure. Eben dieser junger Spieler, der sich nun als Ersatztorwart bewähren sollte, hatte sich sich bei den Kaderdiskussionen besonders hervorgetan. Er versuchte, sich beim Trainer immer wieder Gehör zu verschaffen, sich einzuschleimen. Einst vernahm ich zufällig, wie er, völlig respektlos unseren ausgezeichneten Torwart und meinen Sportfreund betreffend, murmelte: „Solange die Mumie da in der Kiste steht, steigen wir nie auf.“ Unverständlich war mir, dass unser Trainer seinen Gedanken aufnahm und diesen Intriganten zur zweiten Halbzeit als Keeper einwechselte. Ich glaubte einfach, handeln zu müssen und schritt entschlossen zur Tat.…
Der alte Mann blieb noch zwanzig Jahre unser Stammtorwart.
Wir waren Zeit- und Ohrenzeugen der Veranstaltung, ohne USA-Fahnen geschwenkt zu haben.
Ein DDR-Rechner, der wohl im LPG-Büro Fürstenwerder stand, läuft wieder.
Viele Requisiten aus Fürstenwerder werden in einem Film über Manfred Krug, der im nächsten Jahr in die Kinos kommt, zu sehen sein.
Markus besitzt eine großartige Postkarte des Berliner Museums für Naturkunde, die 1937 gelaufen ist.
Der Absender vermerkt die Lage des Zimmers des Chefs: Das Eckzimmer im zweiten Stock. Dort befindet sich ebenso die große Institutsbibliothek.
Dass das Dach mit schöner Fernsicht auf die Stadt zu nutzen war, konnte ich zu meiner Zeit nicht nachmachen, und dass es zum Frühstücken geeignet war, finde ich neidvoll grandios.
www.berliner-zeitung.de/article/fuer-den-notfall-und-mehr-vo…
Vor einer Erstklässlerin stehen die ersten Schulferien . Der Opa fragte, ob sie sich auf die Herbstferien freut. "Ja, wir fahren in den Urlaub." "Aha, Ferien - Urlaub. Was ist denn der Unterschied?" "Opa, in den Ferien muss man nicht in die Schule und im Urlaub fährt man weg." Der Alte wollte nun wissen, was die Kleine denn schöner findet. "Das ist eine blöde Frage. Ich frage dich doch auch nicht, wen du lieber hast, meinen Bruder oder mich."
Wir tapezierten unsere Zimmer mit Plakaten von Lucas-Cranach- und Caspar-David-Friedrich-Ausstellungen (später auch von Manfred Butzmann) in der DDR.
Einige Altersgenossen mit Beziehungen "nach Drüben" nagelten auch Che-Guevara-Poster mit Reißzwecken an die Wand.
Alljährlich sah ich mir die "100 besten Plakate" in der Stadtbibliothek in der Breiten Straße an.
Wir "Provinzler" kauften übrigens in der Hauptstadt auch Plakate in den Kulturzentren der Volksrepublik Ungarn der CSSR in der Karl-Liebknecht-Straße, um diese als Wandschmuck zu nutzen.